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Vasektomie - Durchtrennung der Samenleiter


Die Vasektomie ist ein unkomplizierter Eingriff, um die Samenleiter des Mannes zu durchtrennen. Diese Verhütungsmethode wurde in den letzten Jahren immer populärer, da sich viele Frauen gegen die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln aussprechen.

Fast jeder zehnte Mann unterzieht sich heutzutage diesem Eingriff, doch über 30 Prozent von ihnen entwickelt im Nachhinein oft mit einer neuen Partnerin einen erneuten Kinderwunsch. Die Vasektomie kann dann zur ernsten Belastung werden, sowohl für den Mann als auch für die neue Beziehung.

Möchte ein Mann nach einer Vasektomie wieder zeugungsfähig sein, so gibt es die Möglichkeit einer Refertilisierungs-Operation, die durchtrennten Samenleiter werden wieder zusammengefügt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die die Zeugungsfähigkeit wieder gegeben ist, wird mit fortschreitender Zeit zunehmend schlechter. Liegt die Vasektomie mehr als zehn Jahre zurück, so sinkt die Erfolgsquote deutlich, da die männlichen Hoden die Produktion der Samenzellen meist eingestellt haben.

In vielen Fällen unterzieht sich ein vasektomierter Mann einer Nebenhoden- (MESA) oder Hodenpunktion (TESE), damit Samenmaterial für eine künstliche Befruchtung gewonnen werden kann. Dieser Eingriff kann ambulant im Kinderwunsch Institut Dr. Loimer durch einen Urologen erfolgen. Gewonnenes Samenmaterial wird in der Regel kryokonserviert (Einfrieren in flüssigem Stickstoff) und anschließend nach einer hormonellen Stimulation der Partnerin für die Befruchtung ihrer Eizellen herangezogen. Da die Samenqualität nach MESA und TESE meist sehr eingeschränkt ist, kommt die ICSI-Methode im Rahmen der Kinderwunschbehandlung zur Anwendung. Inseminationen mit TESE Material sind leider nicht möglich.

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