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Wie funktioniert die Zuzahlung durch den IVF-Fonds?


Sie wünschen sich sehnlichst ein Baby und bei Ihnen oder Ihrem Partner wurde eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert, die eine künstliche Befruchtung erforderlich macht? In diesem Fall erhalten Sie eine Zuzahlung von 70 Prozent durch den österreichischen IVF-Fonds für eine IVF- oder ICSI-Behandlung. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden:

WER HAT ANSPRUCH AUF ZUZAHLUNG DURCH DEN IVF-FONDS?

  • Österreichische Staatsbürger, Staatsbürger eines EWR-Mitgliedsstaates sowie Staatsbürger der Schweizerischen Eidgenossenschaft

  • Personen, die als Angehörige von freizügigkeitsberechtigten Staatsangehörigen eines EWR-Vertragsstaates oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft über ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht gemäß §§ 54 oder 54a Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG), BGBl. I Nr. 100/2005, verfügen

  • Personen, die über Aufenthaltstitel gemäß § 8 Abs. 1 Z 1, 2, 3, 7 oder 8 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) verfügen sowie Personen, die über eine „Aufenthaltsberechtigung plus“ gemäß § 55 Abs. 1 und § 56 Abs. 1 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005, verfügen

  • Asylberechtigte gemäß § 3 Asylgesetz 2005

  • Das Kinderwunschpaar muss in aufrechter Ehe, eingetragener Partnerschaft oder eheähnlicher Lebensgemeinschaft leben. Auch gleichgeschlechtliche Paare sind anspruchsberechtigt.

 

MEDIZINISCHE VORAUSSETZUNGEN

  • fachärztlich diagnostizierte Sterilität der Frau verursacht durch Endometriose, blockierte oder beeinträchtigte Eileiter oder durch ein PCOS
  • und/oder es besteht eine fachärztlich diagnostizierte Sterilität beim Mann
  • alle anderen Möglichkeiten zur Herbeiführung einer Schwangerschaft waren bisher erfolglos
  • es wurde im Vorfeld keine beabsichtigte Unterbindung bei einem der Partner vorgenommen
  • nach einer Sterilisation aus medizinischen Gründen (z.B. Saktosalpinx) besteht jedoch Anspruch auf Fonds-Zuzahlung
  • IVF oder ICSI mit Spendersamen oder Spendereizellen werden, wenn die Voraussetzungen für eine Fondsbehandlung gegeben sind, ebenso zu 70% durch den IVF-Fonds gedeckt

 

ALTERSGRENZEN

Zu Beginn der Kinderwunschbehandlung darf die Frau den 40. Geburtstag und der Partner/die Partnerin den 50. Geburtstag nicht überschritten haben. Wird die Altersgrenze während der Behandlung überschritten, übernimmt der IVF-Fonds die Kosten der laufenden Behandlung. Die Unterstützung einer weiteren Behandlung durch den IVF-Fonds ist dann aber nicht mehr möglich.

 

KRANKENVERSICHERUNG

Für beide Partner muss ein Nachweis über die Leistungszuständigkeit vorliegen. Dieser kann von der gesetzlichen Krankenversicherung, einer Krankenfürsorgeeinrichtung oder von einer privaten österreichischen oder ausländischen Krankenversicherung ausgestellt werden.

Personen, die im EU-Ausland bzw. in der Schweiz über eine gesetzliche Krankenversicherung verfügen, müssen ein von ihrer jeweiligen Versicherung ausgestelltes Formblatt S 1 vorlegen, wenn sie ihren Wohnort in Österreich haben. Wenn sie im EU/EWR-Ausland wohnen, benötigen sie das Formblatt S 2. Durch diese Formblätter ist gewährleistet, dass seitens der Krankenversicherungsträger die Kosten für die IVF-Behandlung übernommen werden. In den Fällen, in denen private Versicherungsunternehmen keine Einverständniserklärung zur Kostenübernahme ausstellen, kann – sofern alle anderen Anspruchsvoraussetzungen für beide Partner des Paares vorliegen – jener Kostenanteil nach Prüfung und Zustimmung durch den IVF-Fonds vom Paar selbst übernommen werden. Diese Zustimmung muss das Paar vor Beginn eines Versuches einholen.

 

WELCHE BEHANDLUNGEN WERDEN FINANZIERT?

Der IVF-Fonds übernimmt 70 Prozent der Kosten für IVF, ICSI und Kryo-Embryotransfers (wenn mehr Embryonen befruchtet und für einen späteren Versuch kryokonserviert werden) sowie von MESA  und TESE. Die Kosten für die Bereitstellung von Spendersamen oder gespendeten Eizellen werden vom IVF-Fonds nicht mitfinanziert. Die Durchführung von homologen und heterologen Inseminationen wird ebenfalls nicht finanziell unterstützt.

Sämtliche Ultraschall-Untersuchungen sowie die Stimulationsmedikamente sind in den Fonds-Tarifen enthalten. Die Abwicklung mit dem österreichischen IVF-Fonds übernimmt das Kinderwunschzentrum, welches Verträge mit dem IVF-Fonds abgeschlossen hat. Dem Kinderwunschpaar wird ausschließlich der Selbstbehalt von 30 Prozent verrechnet.

 

WIE VIELE VERSUCHE WERDEN VOM FONDS UNTERSTÜTZT?

Der IVF-Fonds leistet die Zuzahlung bei vier Versuchen pro Paar. Als Versuch gilt ein kompletter Behandlungszyklus vom Zeitpunkt der tatsächlichen Aufnahme der Behandlung durch das IVF-Zentrum bis zum Nachweis einer eingetretenen oder nicht eingetretenen Schwangerschaft.

Ein mangels Erfolges abgebrochener Behandlungszyklus ist als Versuch zu werten. Muss jedoch ein Versuch aus medizinischen Gründen nach der Eizellentnahme abgebrochen werden und dabei gewonnene kryokonservierte Embryonen im nachfolgenden Behandlungszyklus verwendet werden, gilt dies nur als ein Versuch. Ansonsten wird jeder Behandlungszyklus, bei dem von einem früheren abgeschlossenen Versuch aufbewahrte, kryokonservierte Embryonen verwendet werden, als eigener Versuch gewertet.

Die Kostenübernahme für mehr als vier Versuche setzt voraus, dass zumindest eine Schwangerschaft durch Methoden der IVF erfolgreich herbeigeführt werden konnte. Wird einer der vier Versuche erfolgreich beendet und eine Schwangerschaft erreicht, lebt ab diesem Versuch der volle Anspruch auf Kostentragung für weitere vier Versuche wieder auf.

    Die Fondstarife sind nach dem Alter der Patientin gestaffelt. So sind die Tarife ab 35 Jahren leicht erhöht, da diesen Frauen statistisch gesehen mehr Stimulationsmedikamente verabreicht werden müssen.

    Im Rahmen des Erstgesprächs und der Behandlungsplanung im Kinderwusch Institut Dr. Loimer erhalten Sie einen detailierten Kostenvoranschlag. Vereinbaren Sie hier Ihren Termin!

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    Ich freue mich darauf, Sie ab Mai 2020 in meinem neuen IVF-Institut auf der Promenade 23 in Linz begrüßen zu dürfen. Ab sofort können Sie Erstgespräche mit mir führen.
    Ihr Dr. Loimer