Alleinstehende Frauen klagen für Zugang zu Kinderwunschbehandlungen

Alleinstehende Frauen fordern in Österreich Zugang zu medizinisch unterstützten Kinderwunschbehandlungen. Der Verein „Solomütter by Choice“ hat dazu einen Individualantrag beim Verfassungsgerichtshof eingebracht. Derzeit ist die Behandlung nur für Ehepaare und Personen in Partnerschaften erlaubt, was laut Verein diskriminierend sei und alleinstehenden Frauen das Recht auf ein Familienleben abspreche.

Betroffene müssten entweder kinderlos bleiben oder teure Behandlungen im Ausland in Anspruch nehmen. In mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland oder Spanien haben alleinstehende Frauen bereits Zugang zu solchen Behandlungen, teils mit Kostenübernahme. Die Antragstellerinnen fordern daher eine Anpassung des Gesetzes an gesellschaftliche Realitäten und sehen die aktuelle Regelung als verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt an.

© orf.at 09.10.2025