In Österreich wurden 2024 so viele Kinder mithilfe künstlicher Befruchtung gezeugt wie noch nie. Laut Jahresbericht gab es 22.218 IVF-Behandlungen, aus denen 5.630 Schwangerschaften entstanden – ein Plus von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit gehen etwa 5 bis 8 Prozent aller Geburten auf Kinderwunschbehandlungen zurück.
Gleichzeitig sank die Mehrlingsrate auf ein Rekordtief von 4,2 Prozent, was zeigt, dass moderne IVF immer gezielter eingesetzt wird. Trotz insgesamt sinkender Geburtenzahlen – die Fertilitätsrate lag 2024 bei 1,31 Kindern pro Frau – trägt die Reproduktionsmedizin messbar zur Zahl der Geburten bei. Ohne sie wären laut Bericht deutlich weniger Kinder geboren worden.
Ein Blick auf Länder wie Dänemark und Frankreich zeigt, dass ein leichterer Zugang und staatliche Unterstützung bei Kinderwunschbehandlungen mit höheren Geburtenraten einhergehen. Experten fordern daher, den Zugang zur Reproduktionsmedizin in Österreich auszubauen, um Frauen und Paaren mit Kinderwunsch bessere Möglichkeiten zu eröffnen.
©heute.at 09.12.2025