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Blastozysten


Die befruchtete Eizelle verändert sich in den ersten Tagen sehr schnell und wird in dieser Zeit als Zygote bezeichnet. Bereits nach 24 Stunden spaltet sich die befruchtete Eizelle in zwei Tochterzellen. Diese teilen sich am zweiten und dritten Tag erneut zu einem Vier- beziehungsweise Acht-Zeller. Nach dem vierten Tag existieren bereits Embryonen mit 16 bis 32 Zellen. Die Zygote ähnelt in dieser Zeit einer Brombeere, weswegen diese Phase auch als Beeren- oder Morula-Stadium bezeichnet wird. Am fünften Tag nach der Befruchtung der Eizelle mit dem Samen entsteht die Blastozyste. Sie ist die erste Form des Embryos, bei der unterschiedliche Zellen zu erkennen sind.

Doch die Blastozyste wächst noch immer in der ursprünglichen Eizellhülle, im Zentrum befindet sich eine kleine Zyste. Die unterschiedlichen Zonen in der Blastozyste werden in drei Teilbereiche aufgeteilt:

  1. innerer Teil (Embryoblast) - aus ihm wird sich das Baby entwickeln
  2. äußerer Teil (Trophoblast) - aus ihm wird sich die Plazenta bilden
  3. innere Höhle (die Flüssigkeit im Inneren des Blastozysten) - sie ist zur Zeit Gegenstand intensiver Forschung. Es wird versucht, über die Flüssigkeit im Inneren oder über die Flüssigkeit in der die Blastozyste schwimmt, Rückschlüsse auf die genetische Konstellation des Embryos zu ziehen  (NI PGT-A).

Das Entwicklungsstadium der Blastozyste ist bei der künstlichen Befruchtung von besonderem Interesse, weil der Embryo in dieser Phase kurz vor der Einnistung in die Gebärmutter steht. Die Blastozystenkultur bringt eine doppelt so hohe Schwangerschaftsrate als der Embryotransfer am 3. Tag.

Unsere Embryologen unterteilen die Qualität der Blastozysten in verschiedenen Grade:

  • Die erste Zahl bedeutet die Größe (1 bis 4)
  • Der erste Buchstabe beurteilt die inneren Zellmasse  (A bis D)
  • Der zweite Buchstabe beurteilt die äußeren Zellmasse  (A bis D)

Ein sehr guter „ expandierter Blastozyst“ hat daher die Bezeichnung 4 AA  Die Chancen auf eine Schwangerschaft steigen mit zunehmender Embryonen-Qualität. Das bedeutet jedoch nicht, dass man ausschließlich mit perfekten Embryonen schwanger werden kann. Ein wenig Glück ist auch in diesem Fall notwendig.

Beim Vorhandensein von 4AA-Blastozysten wird generell ein Single Embryotransfer angestrebt, um eine Zwillings- bzw. Mehrlingsschwangerschaft zu vermeiden. Viele Untersuchungen zeigen, dass es besser ist nur einen perfekten Embryo einzusetzen als zwei Embryonen von weniger guter Qualität.

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